mittendrin Nr. 1

    Mit Selbsthilfe zur Supervision

    Mit Selbsthilfe zur Supervision

    Die Arbeit auf der Kinder-Intensivstation der Mainzer Uniklinik war zuletzt extrem belastend – auch psychisch. Was tun Profis in einer solchen Situation? Sie holen sich professionelle Unterstützung. Die Klinikleitung machte bislang keine Angebote. Daher nahm das Team es selbst in die Hand und fragte beim Verein »Frühstart e.V. Mainz« an, der finanzielle Unterstützung für Supervisionen gewährte. »Es war wichtig, dass dieses Angebot von einer neutralen, nicht im Gesundheitswesen arbeitenden Person moderiert wird«, sagt die Fachgesundheits- und Kinderkrankenpflegerin Nora Hoffmann. »Das Feedback einer fachfremden Person allein stärkte uns schon. Es machte noch einmal deutlich, mit welcher hohen psychischen und auch physischen Belastung wir arbeiten und zeigte Lösungen auf, damit gesund umzugehen.«

    Supervision AdobeStock Supervision


    Das berufsgruppenübergreifende, regelmäßig stattfindende Angebot wird vom gesamten Team gerne genutzt – nicht nur von der Pflege. »Es stärkt unsere Zusammenarbeit.

    Konflikte werden frühzeitig angesprochen, eine positive Balance entsteht und die Überlastungen werden im Team gut verarbeitet. Es ist ein tolles Zusammenwachsen«, bilanziert Nora Hoffmann. Das Konzept hat sich etabliert und wurde auf die peripheren Stationen der Kinderklinik ausgeweitet.

    Auch die Klinikleitung hat mittlerweile erkannt, wie sinnvoll das ist. Die Kosten werden nun übernommen. Ohne die anfängliche Unterstützung des auf Spendengelder angewiesenen Fördervereins »Frühstart e.V. Mainz« wäre es nicht gegangen. Und nicht ohne den Einsatz der Kolleg*innen, die zur Selbsthilfe gegriffen und ihre Situation so verbessert haben. Ein klarer Volltreffer!

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