Hybride Konferenz

24-Stunden-Betreuung: rechtssicher?

Fachkonferenz zu den Möglichkeiten zur rechtssicheren Gestaltung der 24-Stunden-Betreuung in Privathaushalten
16.05.2022
Konferenz: 24-Stunden-Betreuung


Rund drei Millionen pflegebedürftige Menschen werden in Deutschland zu Hause versorgt, vielfach mit Unterstützung von bis zu 600.000 Betreuer*innen aus Osteuropa. Die meisten von ihnen kommen aus Polen aber auch aus Rumänien, Bulgarien, Ungarn oder Kroatien. Sie sind  inzwischen ein wichtiger Teil des Versorgungssystems der alternden Gesellschaft in Deutschland. Das Versprechen der Agenturen einer Rund-um-die-Uhr-Betreuung hat für die Betreuer*innen überlange Arbeitszeiten zur Folge, die in aller Regel nicht vollständig bezahlt werden. Die Beschäftigungsmodelle missachten geltende Arbeitszeitregelungen und unterlaufen den gesetzlichen Mindestlohn. Diese prekären Arbeitsbedingungen, oft unzureichende Vorbereitung auf die bevorstehende Betreuungssituation, mangelnde Freizeit gepaart mit der meist vollständigen Isolation, führen nicht selten zur Überforderung der Betreuer*innen. Im Koalitionsvertrag kündigte die Bundesregierung an, die sogenannte 24-Stunden-Pflege rechtssicher gestalten zu wollen.

Die Fachkonferenz geht der Frage nach, wie diese rechtssichere Grundlage aussehen kann. Neben einem Blick auf Beschäftigungsmodelle, die in der Schweiz und Österreich angewendet werden, wird mit Gewerkschaften, Politik und Wissenschaft über mögliche Gestaltungsoptionen für
die Situation in Deutschland diskutiert.

Bei der Veranstaltung handelt es sich um eine Präsenzkonferenz, die in den Pausen Raum für Diskussionen und Austausch bietet. Eine digitale Teilnahme wird ebenfalls ermöglicht.

Das genaue Programm kann der Einladung entnommen werden.

 

Termin am 31. Mai 2021, 09.00-14.15 Uhr

Veranstaltungsort: Hotel Aquino, Tagungszentrum Katholische Akademie Berlin (Hannoversche Str. 5B, 10115 Berlin)

 

Kontakt

  • Dietmar Erdmeier

    Be­rufs­ge­nos­sen­schaft Ge­sund­heits­dienst und Wohl­fahrts­pfle­ge (BGW), Ar­beits- und Ge­sund­heits­schutz

    030/6956-1815