Tarifrunde SuE 2022

Tempo machen für Aufwertung

14.04.2022

5. Mai: Streik- und Aktionstag Behindertenhilfe

Tempo machen für Aufwertung. Faire Bezahlung ist unser Ziel.

 

Am Donnerstag, den 5. Mai 2022, machen wir wieder richtig Druck bei den Arbeitgebern. Wir fordern eine Entlastung der Beschäftigten in der Behindertenhilfe und die finanzielle Anerkennung unserer unverzichtbaren Berufe. Seit Februar 2022 verhandelt ver.di mit der Vereinigung der kommunalen Arbeitgeberverbände (VKA). Auch in der zweiten Verhandlungsrunde gab es keine konkreten Angebote. Deshalb machen wir jetzt Tempo für Aufwertung in der Behindertenhilfe und im gesamten Sozial- und Erziehungsdienst.

Mehr braucht mehr

Als Beschäftigte in der Behindertenhilfe sind wir seit Jahren mit einem Mehr an Anforderungen und Belastungen konfrontiert – und das nicht erst seit der Corona-Pandemie. Wir sind immer häufiger mobil unterwegs und arbeiten oft alleine, ob Tag oder Nacht. Wir arbeiten zunehmend sozialraumorientiert und bereiten die Gesellschaft auf die Inklusion vor. Wir leisten Assistenz, damit Menschen mit Behinderung ein selbstbestimmtes Leben führen können.

Jetzt sagen wir: Mehr braucht mehr. Es braucht mehr von uns. Und es braucht eine bessere Bezahlung, damit sich auch weiterhin genügend Menschen für diese wichtige Arbeit entscheiden.

 

Deshalb fordern wir eine Vergütung, die unsere gute und wichtige Arbeit anerkennt,

  • für Auszubildende der Heilerziehungspflege, damit dieser Beruf Zukunft hat.
  • für Schulassistent*innen, damit sie nicht mit dem Mindestlohn abgespeist werden können.
  • für Fachkräfte in den WfbM, die für ihre anspruchsvolle pädagogische Arbeit noch immer nicht angemessen bezahlt werden.

Damit die Zunahme ambulanter Wohnformen nicht zu Lasten unseres Geldbeutels geht, fordern wir die so genannte Heimzulage auf alle Wohnformen auszuweiten und deutlich zu erhöhen.

Auf unserer Internetseite findet ihr die ausführlichen Forderungen: mehr-braucht-mehr.verdi.de

 

5. Mai – wir sind dabei

Der 5. Mai 2022 ist der Europäische Protesttag für die Gleichstellung der Menschen mit Behinderung, die für ein selbstbestimmtes Leben kämpfen. Als Beschäftigte in der Behindertenhilfe unterstützen wir den Anspruch auf Gleichberechtigung und Selbstbestimmung. Damit für eine gelingende Inklusion auch die Rahmenbedingungen stimmen, gehen wir auf die Straße. Für bessere Arbeitsbedingungen sind wir auch bereit zu streiken. Denn die VKA hat am Verhandlungstisch deutlich gemacht, dass sie nur wenig Handlungsbedarf für die Behindertenhilfe sieht. Dieser Einstellung setzen wir nun ein starkes Zeichen für Aufwertung und Entlastung entgegen.

Für euch. Für uns. Für alle.

Wie wichtig ein geschlossener Auftritt ist, zeigt die Verweigerungshaltung der VKA in der zweiten Verhandlungsrunde. Frank Werneke, ver.di-Vorsitzender und Verhandlungsführer, hat den Arbeitgebern „heftige Reaktionen“ der enttäuschten Beschäftigten angekündigt.

Die Beschäftigten der Behindertenhilfe sind am 5. Mai dabei! Unabhängig davon, bei welchem Arbeitgeber wir arbeiten. Wer tarifrechtlich nicht zum Streik aufgerufen werden kann, bringt sich mit einer kreativen Protestaktion ein – am besten mit dem ganzen Team. Denn der TVÖD setzt den Standard für die gesamte Branche. Deshalb ist ein Erfolg der Beschäftigten in den Kommunen ein Erfolg für uns alle. Packen wir es solidarisch an!

 

Das könnt ihr tun:

  • Informiert euch bei eurem ver.di-Bezirk über Streiks und Aktionen vor Ort und beteiligt euch zahlreich.
  • Sprecht mit euren Kolleg*innen über die Forderungen und erklärt, warum ein guter Tarifabschluss im öffentlichen Dienst für die gesamte Branche relevant ist.
  • Bindet Klient*innen und Angehörige in eure Aktionen ein.
  • Schickt Fotos* und kurze Videos* (max. 30 sek) von Streiks und Aktionen an eure*n Gewerkschaftssekretär*in und an sue@verdi.de.
  • Teilt Fotos* auf Social Media und verwendet den Hashtag #MehrBrauchtMehr.

*fragt die Personen vor dem Fotografieren, ob wir das Bild veröffentlichen dürfen.

 

veröffentlicht/aktualisiert am 31. März 2022.

 

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