Hochschulen

    Projekt »ver.di Campus«

    Interview

    Projekt »ver.di Campus«

    Mit dem Projekt „ver.di Campus“ an den beiden Standorten der Hochschule Hannover und der Ostfalia in Wolfenbüttel will die Gewerkschaft ver.di noch besser verstehen, wie Studierende der Sozialen Arbeit dafür gewonnen werden können, der gewerkschaftlichen Solidargemeinschaft beizutreten, um kollektiv ihre Interessen zu vertreten. Dabei soll unter anderem den Fragen nachgegangen werden, welche Themen angehende Sozialarbeiterinnen und Sozialarbeiter in ihrem Studium und im Anerkennungsjahr beschäftigen und welche Unterstützung gewerkschaftliches Handeln – gerade im Sozial- und Erziehungsdienst – bereits im Studium bieten kann.

    Von Nicola und Nejla wollen wir wissen, wie das Projekt läuft. Nicola engagiert sich ehrenamtlich für „ver.di Campus“ und hat Soziale Arbeit studiert. Tatsächlich heißt sie anders, will aber ihren wahreren Namen nicht veröffentlicht wissen, also nennen wir sie hier Nicola. Nejla Salakovic ist Gewerkschaftssekretärin in Niedersachsen-Bremen und Projektkoordinatorin von „ver.di Campus“.

    Welche Besonderheiten habt ihr im Rahmen des „Campus-Projekts“ in der Ansprache für Studierende der Sozialen Arbeit ausgemacht?

    Nicola: Studierende sind bis auf wenige Phasen nicht betrieblich eingebunden, anders als Personen, die eine Ausbildung machen oder berufstätig sind. Das verändert natürlich ein wenig den Blickwinkel auf Gewerkschaften. Und speziell in der Sozialen Arbeit geht es ja um andere Menschen. Ihre Interessen stehen im Zentrum dessen, was man lernen und in der Praxis durchsetzen möchte. Dafür hat man den Beruf gewählt. Und der Gewerkschaftsgedanke ist ja, sich zusammenzuschließen und die eigenen Interessen zu artikulieren und durchzusetzen. Dass das am Ende auch den Adressatinnen und Adressaten etwas bringt, ist eine Perspektive, die oft noch fehlt.

    Nejla: Das Besondere am Studium der Sozialen Arbeit ist, dass es diese Nähe zur Praxis gibt. Und in Niedersachsen gibt es ein Berufsanerkennungsjahr. Im Rahmen des Projektes können wir herausfinden, in welchen Phasen wir die Studierenden am besten ansprechen können, um mit ihnen über Gewerkschaften zu sprechen und was man in und mit ver.di alles machen kann, wofür wir uns einsetzen. Die Praxis-Phasen eigenen sich sehr für eine Ansprache. Da ist zum Beispiel auch das Bockpraktikum mitten im Studium, oder später eben das Berufsanerkennungsjahr. Da sind die Kolleg*innen dann bereits Sozialarbeiterinnen und Sozialarbeiter, aber eben im Anerkennungsjahr. In Kolloquien wird an der Hochschule die Praxis reflektiert. Es ist auch eine Art Supervision. Und da haben wir sehr gute Erfahrungen gemacht, vor allem in der Zusammenarbeit mit den Praxisämtern. Wir konnten mit den zuständigen Dozierenden in Kontakt treten und wurden mehrfach schon eingeladen. Wir nutzen auch die Bildungsarbeit als konkreten Anknüpfungspunkt, um gewerkschaftliches Grundlagenwissen zu vermitteln, was häufig nicht da ist. Wir sprechen dann natürlich auch darüber, warum es gut ist, in der Gewerkschaft ver.di Mitglied zu sein.

    Wie nehmt ihr denn konkret Kontakt zu den Studierenden auf?    

    Nicola: Die Kontaktaufnahme findet auf verschiedenen Ebenen statt. Zum einen sind wir in den letzten Semestern in den Erstsemester-Wochen präsent gewesen. Wir haben Material verteilt und Menschen die Möglichkeit gegeben, mit uns direkt ins Gespräch zu kommen. Zugleich haben auch wir Personen gezielt angesprochen. Es gibt viele gute Ansprachemöglichkeiten innerhalb der Studienstruktur.  Bei der Praktikumsreflexion und zum Beispiel bei Gesprächen mit Anerkennungspraktikant*innen. Hier liegt inzwischen auch ein Kernfokus. Wir haben dafür spezielles Material erstellt. Außerdem sind wir in Lehrveranstaltungen präsent. Das alles sind Versuche, gut in Kontakt zu kommen. Am intensivsten ist der Austausch aber definitiv in den Studientagsgruppen, in den Praktikumsreflexionsgruppen.

    Nejla: Zur Frage, wie Studierende angesprochen werden können, gehört immer auch welchen Zugang können wir uns schaffen?

    Und welche sind das?

    Nejla: Relevante Zugänge schaffen uns Dozierende. Es gibt Dozierende, die selbst in der Gewerkschaft sind oder zumindest gewerkschaftsnah bzw. gewerkschaftsoffen. Aber es gibt auch Dozierende, die einem nicht die Möglichkeit geben, in ihre Veranstaltungen reinzugehen oder ein bestimmtes Modul aufzusuchen. Damit lernt man umzugehen. Wir haben also mehrere mögliche Zugänge geprüft. Natürlich haben uns vor allem die Einschränkungen aufgrund der Corona-Pandemie viele Zugänge zu den Studierenden erschwert, weil viele Lernmodule Online und nicht in Präsenz stattfanden.

    Nach unseren bisherigen Erfahrungen im Nachgang der pandemiebedingten Einschränkungen können wir klar feststellen, dass die Praxisphasen elementar für die Ansprache von Studierenden in sozialen Berufen sind. Sie baut auf eine Erstansprache, die dem Kennenlernen dient. Gewerkschaft das sind ja wir.

    Mit welchen Fragestellungen werdet ihr dann konfrontiert? Wie reagieren die Studierenden, wenn sie auf dem Campus auf die Gewerkschaft treffen?

    Nicola: Es wird schon gefragt: Was bringt mir ein Gewerkschaftsbeitritt? Warum ver.di? Was tut ihr für uns als Berufsgruppe konkret? Warum soll ausgerechnet ich eintreten? Warum sollte ich mich beteiligen?

    Und was antwortet ihr?

    Nicola: Es entwickeln sich oft gute Gespräche. Wir sprechen über Politik und Tarifabschlüsse. Und wir stellen auch heraus, dass ver.di auch individuell hilft. Bei Problemen mit dem Arbeitgeber zum Beispiel. Gewerkschaftsmitglieder genießen Rechtsschutz, wenn es hart auf hart kommt, bei Kündigung zum Beispiel. Da spielen Erfahrungen, die die Kolleginnen und Kollegen konkret gemacht haben, dann eine Rolle. Auf die gehen wir auch ein. Wir sprechen beide Ebenen an. Gewerkschaft macht auch beide Ebenen aus, das Solidarische, die kollektive Interessenvertretung ist natürlich elementar. Zusammenstehen und gemeinsam füreinander einstehen, das ist Gewerkschaft. Aber eben auch die individuellen Vorteile, die man genießt. Bildungsangebote und Rechtschutz.

    Nejla: Ja, und dann gibt es auch noch die Berufspolitik und den konkreten Arbeitsalltag. Die Studierenden der Sozialarbeit werden später im Berufsleben vor vielfältigen Herausforderungen stehen. Wenn wir da gezielt darauf aufmerksam machen, kommt ganz oft der Hinweis, dass man nicht gewusst habe, dass man schon als Studentin oder Student bei ver.di eintreten kann. Wir hören auch seltsame Dinge. Zum Beispiel, dass an Schulen vermittelt worden sei, dass Gewerkschaften ausschließlich etwas für Arbeiterinnen und Arbeiter seien. Da gilt es noch viel aufzuklären.

    Es gibt ja auch sehr viele Studierende, die neben dem Studium arbeiten müssen, um Geld zu verdienen. Da fällt es dann gar nicht schwer, klar zu machen, warum es wichtig ist, Gewerkschaftsmitglied zu sein. Wir erklären auch, wie erfolgreich wir uns bei ver.di zusammen mit der DGB-Jugend dafür einsetzen, dass die BAföG-Reform kommt und auch die Studienbedingungen besser werden. Dass wir als ver.di auch hier sehr aktiv sind, weiß kaum jemand.

    90 Prozent der Studierenden der Sozialen Arbeit verorten sich laut einer aktuellen Erhebungen politisch eher links der Mitte. Trotzdem schlägt sich das nicht in einer Gewerkschaftsmitgliedschaft nieder. Könnt ihr das aufgrund eurer Gesprächen erklären?

    Nicola: Ich glaube, da gibt es nicht die eine richtige Antwort drauf. Es könnte sein, dass einzelnen Studierenden die Gewerkschaften nicht als politisch links genug gelten und andere die Interessenvertretung im Betrieb, die Interessenvertretung als Arbeitnehmer*in nicht als linkes Kernthema begreifen und den Fokus an anderer Stelle legen. Es könnte aber auch einfach daran liegen, dass der Gewerkschaftseintritt im Studium vielleicht nicht ansteht, weil die Doppelbelastung von Arbeit und Studium keine Zeit lässt, sich mit ver.di zu befassen. Insbesondere dann, wenn bisher keine Berührungspunkte da waren. Für mich ist klar, je früher man seine Interessen vertritt, desto eher werden sie eben vertreten. Es könnten natürlich noch andere Faktoren eine Rolle spielen, da müsste der spezifische Situation genauer analysiert werden. Vielleicht hilft eine Studierenden-Befragung, die kann aber unser Projekt nicht leisten.

    Nejla: Zwischen „ich verorte mich politisch links“ und „ich setze mich für meine Ziele aktiv ein“ liegen ja Welten. Ich nehme hier wahr, dass ein politisches Statement nicht immer zu Konsequenzen im Handeln führt.

    Können denn ver.di-Hochschulgruppen ein Ansatz sein?  

    Nicola: Hochschulgruppen können ja nicht mal so eben ausgerufen werden, dazu braucht es aktive Studierende und zwar nicht nur vereinzelt. Also machen wir erst mal Studierendenarbeit ohne Hochschulgruppe. Ich denke, es gibt kein Patentrezept. ver.di ist eine Mitgliedsorganisation. Es geht also nur über das Engagement von Ehrenamtlichen. Und wenn diese Strukturen mancherorts noch nicht da sind, aus welchen Gründen auch immer, geht es natürlich darum, Personen für eine engagierte Gewerkschaftsarbeit zu gewinnen. Wenn man solche Strukturen schon vorfindet, dann geht es darum, sie in ihrer Arbeit zu unterstützen. Das richtet sich nach der konkreten Situation an der jeweiligen Hochschule.

    Nejla:  Wir kümmern uns als ver.di ja auch um Berufspolitik und um Sozialpolitik. Das interessiert auch viele Studierende, gerade in der Sozialen Arbeit. Hier wollen wir mehr aufklären und Diskussionsräume bieten. Und für wichtig halte ich die Vernetzung von betrieblich aktiven Gewerkschafterinnen und Gewerkschaftern mit Studierenden der Sozialen Arbeit. Vieles ist möglich, wenn uns Studierende sagen, wofür sie sich interessieren, was ihnen wichtig ist.  

    Verstehen denn eure Gesprächspartner*innen, dass die ver.di-Mitglieder die Gewerkschaft ausmachen? Dass sie selbst Gewerkschaft sind? Manche glauben ja, dass ver.di so etwa ist wie der ADAC. Wenn man ein Problem hat, wird es von anderen gelöst.

    Nicola: Erst mal geht es ja um Kontaktaufnahme im ersten Semester. Und das Projekt ist noch nicht lange genug gelaufen, um längere Entwicklungen zu sehen. Wir sagen natürlich, dass wir alle ver.di sind, aber ob das rüberkommt, kann ich nicht sagen. Natürlich wäre es gut, wenn man von Anfang an verstehen würde, was ver.di ist und wie eine Gewerkschaft funktioniert, damit es keine falschen Erwartungen gibt. Die ver.di ist ja auch eine riesengroße und auch zum Teil komplizierte Organisation, die für Außenstehende nicht so schnell zu durchblicken ist.

    Nejla: Das denke ich auf jeden Fall auch. Wir Gewerkschafter*innen, die wir beruflich Gewerkschaftsarbeit machen, sagen ja niemanden, was sie machen sollen, was sie brauchen. Sondern wir unterstützen unsere Mitglieder bei dem, was ihnen wichtig ist. Ich merke schon auch eine Veränderung nach einem Jahr Campus-Projekt. Uns gegenüber, aber auch dem Projekt gegenüber. Die Aufgeschlossenheit hat sich deutlich erhöht. 

    Nicola: Ich bin auch zuversichtlich, dass wir auf einem sehr guten Weg sind. Es ist nicht einfach, unsere Erfolge zu messen. Am einfachsten lässt sich unser Erfolg natürlich daran messen, ob wir Studierende überzeugen können, dass es gut ist, wenn wir bei ver.di noch mehr werden, wenn sie unserer Solidargemeinschaft beitreten. Noch schöner ist, wenn die Mitglieder sich dann auch aktiv einbringen.

    Nejla: Unser primäres Projektziel ist, dass wir rausfinden, wie wir Studierende als ver.di am besten erreichen können. Wenn es dann sogar Strukturen mit aktiven Mitgliedern gibt, das wäre das I-Tüpfelchen. Jetzt, nach dem Jahr, sehe ich bei einigen eine andere Haltung. Da keimt etwas bei Studierenden, die man kennengelernt und mit denen man diskutiert hat. Denkprozesse sind angestoßen.

    Wie schafft ihr denn den inhaltlichen Zugang? Mit ver.di verbinden die meisten Tarifauseinandersetzung. Studierende haben aber oftmals eine gesellschaftspolitische Agenda. Wie geht ihr es an?

    Nejla: Die Lebens- und Arbeitsbedingungen sind ein wichtiger Punkt und für viele ein Grund, politisch aktiv zu werden. In Gesprächen versuchen wir auch, manchmal falsche Vorstellungen von unserer Tarifarbeit geradezurücken.

    Nicola: Sich an falschen Vorstellungen abzuarbeiten, ist nicht mein Ding. In erster Linie geht es uns darum, die Arbeit von ver.di und die der ehrenamtlichen Kolleginnen und Kollegen in ver.di darzustellen und von den Errungenschaften zu erzählen, die wir erreicht haben.

    Das Campus-Projekt läuft schon ein paar Monate. Gibt es etwas, was euch besonders im Gedächtnis geblieben ist?

    Nicola: Dass wir beide – als ich als Studentin und ehrenamtlich bei ver.di aktiv und Nejla als hauptamtliche Gewerkschaftssekretärin – so gut und strukturiert zusammenarbeiten und uns so gut ergänzen, ist eine sehr schöne Erfahrung. Wir ergänzen uns in der Aufgabenteilung und in den inhaltlichen Impulsen sehr gut, erweitern unsere Sichtweisen und können diese auch konstruktiv kritisch infrage stellen. Für mich zum Beispiel den Wert von hauptamtlichen Strukturen, weil ohne die kontinuierliche Alltagsarbeit, die Nelja leistet, wäre es schwierig gewesen, das Projekt rein ehrenamtlich überhaupt auf die Beine zu stellen und zu tragen. Extrem wichtig sind auch der inhaltliche Input, die Informationen und die Erfahrungen, die da eben von der hauptamtlichen und der ehrenamtlichen Perspektive ineinanderfließen. Und das ist mir im Gedächtnis geblieben.

    Nejla: Das kann ich so auf jeden Fall unterstützen. Selbstverständlich gab es auch negative Erfahrungen. So haben wir an bestimmten Punkten dann auch einfach keinen Zugang an der Hochschule bekommen und zu spüren bekommen, dass wir nicht überall gleichermaßen erwünscht sind.

    Das Projekt läuft noch bis Mai 2023. Könnt ihr bereits ein Zwischenfazit ziehen?

    Nicola: Ein Erkenntnisgewinn ist auf jeden Fall, dass die Praxisbezüge im Studium ein extrem gutes Vehikel sind, ins Gespräch zu kommen. Wir hatten auch anderes ausprobiert. Wir waren in Lehrveranstaltungen und haben da Gewerkschaftsarbeit vorgestellt, was auch recht gut war. Aber der intensive Austausch lief über die Praxiserfahrung im Praktikum oder im Anerkennungsjahr. In Lehrveranstaltungen zu gehen, hat nicht so viel bewirkt, davon hatten wir uns mehr versprochen. Das gehört aber auch zum Evolutionsprozess dazu, zu sagen, man probiert eine bestimmte Form der Ansprache. Strukturell nutzt man auch Netzwerke an der Hochschule. Zum Beispiel Lehrende, die unseren gewerkschaftlichen Themen Raum geben möchten. 

    Nejla: Wir setzten auf Mitgliederentwicklung, auch in der Perspektive. Jetzt wissen die Menschen, die wir angesprochen haben, was die vielen Kolleginnen und Kollegen, unsere Mitglieder mit und in ver.di leisten. Das wussten sie vorher nicht. Wir leisten also eine Art Aufbauarbeit. Unsere Arbeit ist nicht vergleichbar, zum Beispiel mit Tarifrunden, wo die Beschäftigten ver.di-Mitglied werden, weil sie hautnah spüren, wofür es eine starke Gewerkschaft braucht.

    Nicola: Corona hat uns gehindert, einige unserer Ideen umzusetzen. Vielleicht schaffen wir einiges davon noch im nächsten halben Jahr. Zum Beispiel war der Fachschaftsrat während Corona nicht existent. Der konstituiert sich nun. Da könnten sich Zusammenarbeiten ergeben oder eine Hochschulgruppe. Wir hatten auch diskutiert, einen Sozialarbeiter*innen-Stammtisch auszuprobieren. Aber auch das war wegen Corona nicht sinnvoll.  

    Nejla: Klar wollen wir auch unter den Studierenden stärker werden, sie als Mitglied gewinnen. Erfolg ist aber auch, wenn ver.di an der Hochschule als Akteurin wahrgenommen wird. Wir werden jetzt angefragt, was es vorher bestenfalls vereinzelt gab. Und erfreulich, seitdem wir in Studientagsgruppen präsent sind, treten Berufseinsteiger*innen in der Sozialen Arbeit bei ver.di ein. Uns interessiert auch, was Leute hindert, bei uns Mitglied und aktiv zu werden. Gerne wollen wir Strukturen über den Projektzeitraum hinaus schaffen. Die angestoßene Studierendenarbeit soll ja weitergehen. 

    Was sind bisher die wichtigsten Erkenntnisse?

    Nicola: Studienansprache ist sinnvoll. Studierende interessieren sich sehr wohl für Gewerkschaftsarbeit. Es geht darum, dass man erkennt, wo die Interessen liegen. Sozialarbeiterinnen und Sozialarbeiter sind schon recht kritisch und wollen einfach genau wissen, wo sie sich organisieren und wo sie sich engagieren. 

    Nejla: Eine wichtige Zielgruppe sind Sozialarbeiterinnen und Sozialarbeiter im Anerkennungsjahr. Die müssen wir stärker in den Fokus nehmen. Viele äußern sich kritisch zu den Bedingungen in der Anerkennung. Die Leute verdienen zu wenig, müssen 40 Stunden ableisten und es gibt häufig einen schnellen, schleichenden Übergang zum vollen Einsatz, dabei soll in der Phase ja auch noch gelernt werden. Da gibt es noch viel zu verbessern.

    • 1 / 3

    Weiterlesen