Deutsches Rotes Kreuz

    DRK nun doch verhandlungsbereit

    DRK nun doch verhandlungsbereit

    Im Juli 2022 hatten wir Euch darüber informiert, dass Eure Bundestarifkommission die Kündigung des DRK-Reformtarifvertrages zum 31. Dezember 2022 beschlossen hat, sollte sich der Arbeitgeber weiterhin nicht verhandlungsbereit zeigen. 

    Nach monatelanger Verweigerungshaltung haben die Diskussionen in den Landesverbänden endlich zur Einsicht geführt nun doch Verhandlungen aufnehmen zu wollen. 

    Zur Erinnerung: Zu Verhandlungen aufgefordert hatten wir den Arbeitgeber schon im April 2022.

    Eure klare Positionierung vor Ort, dass etwas passieren muss um Fachkräfte zu gewinnen und Kündigungen von engagierten, hochqualifizierten Kolleg*innen zu verhindern, zeigt Wirkung. Die Einsicht der Arbeitgeberseite kommt spät, aber endlich kann es losgehen. Wir empfehlen dem DRK dringend, die Chance am Verhandlungstisch zu einer Einigung zu kommen zu nutzen.

    Unsere Einschätzung

    Nach intensiver Beratung am 19. und 20. September kann Euch Eure Tarifkommission Folgendes berichten:

    • Für Oktober und November 2022 sind drei Verhandlungstermine mit der Bundestarifgemeinschaft DRK vereinbart.
    • Kommt es bis zum 30. November 2022 zu keiner Einigung, wird der DRKReformtarifvertrag zum 31. Dezember gekündigt.
    • Vorbereitungen zu Aktionen und möglichen Arbeitskampfmaßnahmen gehen unvermindert weiter.

    Im Hinblick auf das bis dato wenig zielorientierte Verhalten des Arbeitgebers, können wir nicht darauf setzen, dass es innerhalb von drei Verhandlungsterminen ein Ergebnis gibt.
    Eine harte und intensive Tarifauseinandersetzung ist weiterhin nicht ausgeschlossen.

    Deshalb gilt es nun, dass Ihr Euch in Euren Betrieben weiterhin gemeinsam intensiv vorbereitet und - je nach Verhandlungsverlauf - ab dem 01. Januar 2023 (Im Falle einer Kündigung des DRK Reformtarifvertrages wäre das das Ende der Friedenspflicht, in der wir nicht streiken dürfen) auch für eventuelle Warnstreiks bereit zu sein.

    Unsere Forderungen haben weiter Bestand

    • Reduzierung der regelmäßigen wöchentlichen Arbeitszeit auf 38,5 Wochenstunden für alle Beschäftigten
    • Streichung der Möglichkeit der Erhöhung der wöchentlichen Höchstarbeitszeit auf 45 Wochenstunden
    • Regelungen für vorzeitiges Ausscheiden aus dem Arbeitsleben (Altersteilzeit)
    • Verbesserung/Vereinfachung der Regelungen zu Bereitschaftsdienst und Rufbereitschaft
    • Infektionsschutz- und Gefahrenzulage in Höhe von 35 Prozent pro Dienst/Schicht

    • Gesundheitsschutz:
      - individuelle Ansprüche für Beschäftigte mindestens bis zur Höhe des Freibetrags für steuerfreie Maßnahmen zur betrieblichen Gesundheitsförderung
      - Einrichtung eines Gesundheitsfonds zur Finanzierung dieser Maßnahmen
      - Einrichtung einer echten Gesundheitskommission, die Empfehlungen für „gute und gesunde Arbeit“ erarbeitet, deren verbindliche Umsetzung begleitet und als  Ansprechpartnerin für die Beschäftigten fungiert
    digitale bundesweite DRK-Tarifkonferenz am 04.10.2022 ver.di digitale bundesweite DRK-Tarifkonferenz am 04.10.2022


    veröffentlicht/aktualisiert am 28. September 2022

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