Sana

    Jetzt ist Zeit für mehr…

    Jetzt ist Zeit für mehr…

    Aktive aus Kliniken der Sana AG bereiten sich auf die Verhandlungen über einen Verbesserungen des Konzerntarifvertrags vor. Ambitionierte Forderungen erfordern Aktivität in den Betrieben.


    Guter Einstieg in die Sana-Tarifrunde: Am Dienstag (31. Mai 2022) trafen sich rund 50 Beschäftigte aus fast allen der 20 Reha- und Akutkliniken, in denen der Sana-Konzerntarifvertrag gilt, zur Aktivenkonferenz in Berlin. Gemeinsam bereiteten sie sich darauf vor, für ein gutes Tarifergebnis zu mobilisieren. In den konstruktiv geführten Debatten wurde klar: Es braucht Bewegung in den Betrieben, um die Forderungen durchzusetzen.

    Sana-Konferenz 2022 Christian Mang Sana-Konferenz 2022

    Die diesjährigen Tarifverhandlungen bei Sana stehen klar im Zeichen der Preisexplosion. Mit 7,9 Prozent liegt die Inflation so hoch wie seit Jahrzehnten nicht. Für die Beschäftigten bedeutet das, dass sie sich von ihrem Gehalt immer weniger leisten können. Die ver.di-Tarifkommission, in der ehrenamtliche Gewerkschafter*innen aus den betroffenen Sana-Kliniken die Entscheidungen treffen, hat deshalb am 16. Mai ambitionierte Forderungen beschlossen: Zusätzlich zu einem Sockelbetrag von 150 Euro monatlich sollen die Entgelte linear um acht Prozent steigen. Zudem sollen Verbesserungen bei der Jahressonderzahlung, eine Zulage für Langzeitbeschäftigte sowie mehr freie Tage und ein 300-Euro-Bonus für ver.di-Mitglieder vereinbart werden.

    Klarer Fokus: Erhalt der Reallöhne

    Zum Auftakt der Aktivenkonferenz erläuterte der ver.di-Tarifexperte Axel Weinsberg die Forderungen und Rahmenbedingungen der Tarifrunde. »Der Fokus liegt klar auf dem Erhalt der Reallöhne. Und das wird nicht einfach«, betonte er. »Die ambitionierten Forderungen wird die Konzernspitze sicher nur erfüllen, wenn die Beschäftigten ordentlich Druck machen.«

    Entsprechend ging es bei der Konferenz vor allem darum, Aktionen vorzubereiten. Zunächst analysierten die Teilnehmer*innen die Situation in ihren Betrieben: Wie viele Kolleg*innen sind in ver.di organisiert? Wir groß ist die Aktions- und Streikbereitschaft? In welchen Bereiche sollte schwerpunktmäßig mobilisiert werden?

    »Als einer der großen Klinikkonzerne steht Sana hier in der Pflicht. Daran werden wir in dieser Tarifrunde immer wieder erinnern.«

    Axel Weinsberg, ver.di-Tarifexperte

    »Um die nötige Durchsetzungskraft zu entwickeln, ist eine systematische Ansprache und Aufbauarbeit in den Kliniken nötig«, erklärte Anna Leona Gerhardt, die die Tarifverhandlungen gemeinsam mit ihrem Kollegen Weinsberg führt. »Den Kolleginnen und Kollegen muss klar sein, dass es von ihnen selbst abhängt, welches Tarifergebnis am Ende herauskommt. Wenn sich viele engagieren, haben wir am Verhandlungstisch eine deutlich bessere Position.«

    Solidaritätsaktion mit Uniklinik-Streik

    Die Teilnehmer*innen der Konferenz verständigten sich auf eine Aktionsplanung für die kommenden Wochen. Die Verhandlungen beginnen am 28. Juni. Als Motto der Tarifkampagne wählten sie: »Jetzt ist Zeit für mehr…« Die Botschaft: Es braucht in den Kliniken eine bessere Bezahlung. Nur so kann Sana die benötigten Arbeitskräfte gewinnen und halten. »Die Arbeit in den Krankenhäusern muss attraktiv sein«, sagte Weinsberg. »Als einer der großen Klinikkonzerne steht Sana hier in der Pflicht. Daran werden wir in dieser Tarifrunde immer wieder erinnern.«

    Sana-Konferenz 2022 Christian Mang Sana-Konferenz 2022  – Solidaritätsaktion für die Kolleg*innen der nordrhein-westfälischen Universitätskliniken

    Dass sich die ver.di-Aktiven bei Sana als Teil einer großen Bewegung für bessere Bedingungen im Krankenhaus sehen, machten sie mit einer Solidaritätsaktion für die Kolleg*innen der nordrhein-westfälischen Universitätskliniken deutlich. Diese streiken seit über einem Monat für einen Tarifvertrag Entlastung. »Ob in den Unikliniken, bei Sana oder anderswo – überall müssen die Arbeitsbedingungen in den Krankenhäusern besser werden«, betonte Gerhardt. »Deshalb stehen die Sana-Beschäftigten an der Seite ihrer Kolleginnen und Kollegen in NRW. Zugleich machen sie sich für ihre eigenen Belange stark. In den kommenden Wochen liegt der volle Fokus auf der Lohnrunde.«

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