Sana

    Wut über Spaltungsversuch

    Wut über Spaltungsversuch

    Sana will 2023 ausschließlich Beschäftigen in der Pflege mehr Geld zahlen

    Wut über diesen Spaltungsversuch – unsere Antwort: Solidarität!

    Dreister Spaltungsversuch bei der zweiten Verhandlungsrunde zum neuen Sana-Konzerntarifvertrag: Die Arbeitgeber wollen 2023 nur Pflegekräften mehr Geld geben. Alle anderen der rund 10.000 betroffenen Beschäftigten sollen komplett leer ausgehen. Geht´s noch? Kein Krankenhaus funktioniert allein mit der Pflege. Es braucht alle Berufsgruppen, die für eine gute Versorgung an einem Strang ziehen. Für ver.di ist daher klar: Diesen Versuch, die Kolleginnen und Kollegen in den Sana- Kliniken zu spalten, weisen wir entschieden zurück. Die Berufsgruppen stehen zusammen und kämpfen gemeinsam für einen guten Tarifabschluss – für alle!

    Für 2022 bieten die Arbeitgeber nur Einmalzahlungen an: Insgesamt soll es 3.000 Euro geben, ausgezahlt in sieben Monatsraten, für Auszubildende 1.000 Euro. Den staatlichen Corona-Bonus für Pflegekräfte will die Sana-Spitze davon allerdings abziehen. Wertschätzungen für die besonderen Leistungen in der Pandemie? Fehlanzeige!

    2023 soll es nur für Pflegekräfte mehr Geld geben: Die Pflegetabelle soll um 5,0 Prozent angehoben werden. Die Pflegezulage 1, die zum Beispiel im OP und auf Intensivstationen gezahlt wird, soll um 100 Euro steigen. Und was ist mit allen anderen? Nichts! Erst 2024 sollen die Entgelte für alle um 3,0 Prozent angehoben werden. Das steht einer prognostizierten Inflation für 2022 und 2023 von insgesamt 11,6 Prozent gegenüber. Die Konsequenz wären massive Reallohnverluste für einen Großteil der Sana-Belegschaften. Auch die 50 Euro monatlich, die Auszubildende ab Juli 2023 mehr bekommen sollen, gleichen die höheren Lebenshaltungskosten bei Weitem nicht aus.

    Im Manteltarifvertrag wollen die Arbeitgeber zwar Verbesserungen vor allem für Pflegekräfte vornehmen – der Nachtzuschlag und die Zulage für ständige Wechselschicht sollen angehoben, Bereitschaftsdienste besser bewertet werden. Doch zu den weiteren ver.di-Forderungen schweigt sich die Sana-Spitze aus:

    • Keine Aussage zur Forderung nach 150 Euro monatlich extra ab dem 20. Beschäftigungsjahr

    • Keine Aussage zu Bonus und zusätzlichen freien Tagen für ver.di-Mitglieder

    • Keine Aussage zu 100 Prozent des Monatsentgelts Jahressonderzahlung für alle

    • Keine Aussage zur dynamischen Erhöhung der Funktionszulagen

    • Fazit: Kein wertschätzendes Angebot, sondern eine Provokation!


    Wir sind enttäuscht und wütend

    Das Vorgehen der Arbeitgeber ist eine krasse Unverschämtheit und Missachtung unserer Leistungen. Sogar bereits erreichte Regelungen wie die zur Jahressonderzahlung, zum freien Tag für ver.di-Mitglieder und zum Kinderbetreuungszuschuss fielen weg. Die Forderung nach 150 Euro mehr ab dem 20. Beschäftigungsjahr wollen die Arbeitgeber schlicht ignorieren – ein Schlag ins Gesicht für all diejenigen, die den Laden seit vielen Jahren unter widrigsten Bedingungen am Laufen halten.

    Das ist nicht nur enttäuschend, es macht uns sauer. Wir werden darauf die passende Antwort geben. Und die heißt: Solidarität! Wir Beschäftigte der Sana-Kliniken lassen uns nicht gegeneinander ausspielen. Alle haben mehr Geld verdient. Angesichts extremer Preissteigerungen für Energie, Benzin und Lebensmittel muss die Kaufkraft aller gesichert werden. Dafür setzen wir uns ein. Mach mit!

    Bei der nächsten Runde der Tarifverhandlungen am 28. September erwarten wir von der Sana-Spitze ein ordentliches Angebot. Aktuelle Informationen gibt es über unseren Telegram-Kanal: jetztistzeit


    veröffentlicht/aktualisiert am 25. Juli 2022

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