Sana

    Nächster Spaltungsversuch

    Nächster Spaltungsversuch

    Sana probiert erneut, einen Keil zwischen die Beschäftigten zu treiben. Doch diese halten zusammen.
    Tarifrunde Sana: Nächster Spaltungsversuch ver.di Tarifrunde Sana: Nächster Spaltungsversuch


    Den ersten Spaltungsversuch haben wir abgewehrt. Bei den Tarifverhandlungen für die rund 10.000 Beschäftigten im Sana-Konzerntarifvertrag wollte das Unternehmen erst nur Pflegekräften 2023 mehr Geld geben. Nach Protesten hat der Arbeitgeber dieses »Angebot« in der dritten Verhandlungsrunde Ende September zurückgezogen. Und sogleich einen weiteren Spaltungsversuch gestartet: Die angebotene Einmalzahlung von 4.500 Euro soll nur denjenigen voll zugutekommen, die keinen staatlichen Pflegebonus erhalten. Einem Teil der Pflegekräfte in der Akutpflege würde die Zahlung entsprechend gekürzt. Das ist dreist, schließlich zahlt nicht Sana den Pflegebonus, sondern der Staat gibt das Geld dafür. Dies ist ein weiteres durchschaubares Manöver, um einen Keil zwischen die Beschäftigten zu treiben. Auch diesmal lautet unsere Antwort: Solidarität!

    Der Druck wirkt

    Insgesamt zeigt sich: Der Druck aus den Betrieben wirkt. Die ver.di-Delegation erschien zur Verhandlung in Dresden mit 5.000 Kugelschreibern – sie stehen symbolisch für die rund 5.000 Unterschriften, mit denen die Mehrheit der betroffenen Beschäftigten die ver.di-Forderungen unterstützt hat. Ebenfalls im Gepäck: ein dicker Stift für die Sana-Verhandlungsspitze. Unter dem Motto »Jetzt ist Zeit für mehr« bot die ver.di-Delegation an, sofort einen Tarifvertrag auf Grundlage der Gewerkschaftsforderungen zu unterzeichnen.

    Sana tat das zwar nicht, die Aktionen brachten aber Bewegung in die Verhandlungen. In zentralen Punkten liegen beide Seiten allerdings noch weit auseinander. So verweigert der Arbeitgeber den geforderten Sockelbetrag, von dem vor allem die unteren Entgeltgruppen profitieren würden. Auch eine Zulage zur Anerkennung langjährig Beschäftigter und die  Vorteilsregelung für ver.di-Mitglieder weist das Unternehmen bislang zurück.

    Die folgenden Beispiele zeigen: Das Arbeitgeberangebot liegt auf die angebotene Laufzeit gerechnet noch hunderte Euro unter unseren Forderungen. Deshalb gilt es jetzt, den Druck weiter zu verstärken.

    Die Verhandlungen werden am 20. Oktober fortgesetzt. Am folgenden Tag bewerten wir in einer Aktivenkonferenz den Verhandlungsstand und diskutieren das weitere Vorgehen. Sei dabei, damit auch deine Stimme gehört wird:

    Aktivenkonferenz am 21. Oktober 15 bis 17 Uhr

    https://verdi.webex.com/verdi/j.php?RGID=r9152142008583642f9056ace4547693a

    Passwort: Sana2022

    Therapeut*in (M5 Stufe 3) ver.di Therapeut*in (M5 Stufe 3)
    Fachkrankenpfleger*in (P8 Stufe 3) ver.di Fachkrankenpfleger*in (P8 Stufe 3)


    veröffentlicht/aktualisiert am 10. Oktober 2022

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