Reform der Pflegeausbildung

Ja zur Mitbestimmung

22.12.2015
Ja zur Mitbestimmung

"Wir machen uns dafür stark, dass sich Auszubildende für bessere Ausbildungsbedingungen einsetzen können. Dafür benötigen wir eine starke gesetzliche Interessenvertretung, wie Jugend- und Auszubildendenvertretungen und Betriebsräte. Diese nehmen wirksam auf die betrieblichen Abläufe Einfluss. Eine Pflegeschule hat nach unseren Erfahrungen keine Durchsetzungsmöglichkeiten, um bei Problemen in der praktischen Ausbildung – bspw. einer fehlenden oder unzureichenden Praxisanleitung – gegen unternehmerische Entscheidungen anzukommen. Der Träger der praktischen Ausbildung und Vertragspartner muss ein Betrieb sein, denn hier sind die Rechte der Arbeitnehmer/innen und Auszubildenden verbindlich und stark. Im Betrieb sind wir gemeinsam stark, das heißt auch, dass es klare Ausbildungsverhältnisse braucht."

(Diana Sgolik, Vorsitzende der Konzern-Jugend- und Auszubildendenvertretung Helios-Kliniken GmbH)

Die Mitbestimmungsrechte der Auszubildenden und Rechte der gesetzlichen Interessenvertretungen dürfen nicht gefährdet und geschwächt werden. Eine Schule als Ausbildungsträger hat keine Interesse und keine Instrumente, um die Rechte der Auszubildenden zu verteidigen. Dies ist ein Vorrecht der gesetzlichen Interessenvertretungen. Deshalb muss die praktische Ausbildung im Betrieb bleiben. Entscheidend für uns ist, dass bei einer Ausbildung, in der die praktische Ausbildung überwiegt, die Betriebe nach dem Vorbild des dualen Ausbildungssystems in ihrer Ausbildungsverantwortung gestärkt werden. Um die betriebliche Anbindung zu sichern, sind die Praxiseinsätze entsprechend auszugestalten. Hierfür werden wir uns mit Nachdruck weiter stark machen.

Alle unsere Positionen zur Reform der Pflegeausbildung

 

Kontakt